Sep
30
2008
0

Artikel von Dr. Mary Enig (1. Teil)

In einem Magazin haben wir einen interessanten Artikel von Dr. Mary Enig zu Kokosöl, dessen Inhaltsstoffe sowie einer Historie gefunden. Das Magazin (Nexus-Magazin) hat einer Veröffentlichung des Artikel zugestimmt.

Da dieser Artikel sehr lange ist, werden wir in in mehreren Teilen veröffentlichen.

Über die Autorin Dr. Mary Enig

Dr. Mary G. Enig hat an der University of Maryland einen Magister- und Doktortitel in Ernährungswissenschaften erworben. Sie ist Ernährungsberaterin und Biochemikerin von internationalem Rang und eine Expertin für die Analyse von Fetten und Ölen, für Stoffwechselfragen, für Lebensmittelchemie und die Zusammensetzung von Lebensmitteln sowie für Ernährung und Diätetik.

Dr. Enig ist Direktorin der Sektion Ernährungswissenschaften der Enig-Gesellschaft, sie ist Präsidentin der Ge­sellschaft der Ernährungswissenschaftler von Maryland und Mitglied des American College of Nutrition. Sie ist auch Vizepräsidentin der Weston A. Price Stiftung und Wissenschaftsredakteurin bei der Zeitschrift dieser Stiftung. Dr. Enig verfügt über langjährige Erfahrung als Lehrbeauftragte und hielt Vorlesungen im „Ernährungswissenschaft­lichen Programm“ der University of Maryland. Dort war sie auch Forschungsmitglied der Lipid-Forschungsgruppe in der Abteilung für Chemie und Biochemie. Außerdem führt sie eine kleine Praxis für Patienten, die Bedarf an einer Einschätzung ihrer Ernährungsweise und einer Ernährungsberatung haben.

Dr. Enig verfügt über vielfältige Erfahrungen in der ernährungswissenschaftlichen Beratung und Schulung von Einzelpersonen, medizinischen und anderen Gesundheitsvereinigungen, der nahrungsmittelverarbeitenden Industrie und von Regierungen auf Bundesstaats- und Staatsebene in den USA. Außerdem unterrichtet und arbeitet sie als Beraterin für internationale Gesundheits- und nahrungsmittelverarbeitende Vereinigungen. Seit 1995 wird sie zu Vorträgen und Fachtagungen nach Europa, Indien, Japan, Vietnam, Indonesien, in die Philippinen und nach Mikronesien eingeladen.

Dr. Enig ist Autorin zahlreicher Publikationen in Fachzeitschriften, hauptsächlich zu Studien über Fette und Öle und der Wechselwirkung von Nährstoffen und Medikamenten. Außerdem veröffentlichte sie das Buch „Know Your Fats“ (Bethesda Press, Silver Spring MD, Mai 2000). Sie ist eine bekannte Sprecherin in den Medien, war eine frühe Kritikerin der Verwendung von Transfetten und trat dafür ein, Transfette in die Kennzeichnungspflicht aufzunehmen.

Der folgende Vortrag wurde von Dr. Enig ursprünglich vor der APCC, der Gemeinschaft kokosnussproduzierender Länder, in Mikronesien gehalten.

Zusammenfassung

Kokosnüsse spielen eine wichtige Rolle für die menschliche Ernährung, weil sie eine Fülle an physiologisch funktionellen Inhaltsstoffen bieten, die sowohl im Fett der frischen und getrock­neten Kokosnuss als auch im Kokosölextrakt enthalten sind. Schon lange wurden die einzigartigen Eigenschaften der Laurin­säure (der Hauptfettsäure im Fettanteil der Kokosnuss) erkannt, die sie so wertvoll für Non-Food-Anwendungen in der Seifen- und Kosmetikindustrie macht. Nun wird die Laurinsäure wegen ihrer Wirkung gegen Viren, Bakterien und Protozoen auch wieder in der Lebensmittelindustrie verwendet. Auch die Caprylsäure, eine weite­re Fettsäure der Kokosnuss, ist jetzt in die Liste der antimikrobiellen Inhaltsstoffe der Kokosnuss aufgenommen worden. In größeren Mengen findet man diese Fettsäuren nur in herkömmlichen Laurin­fetten, insbesondere in dem der Kokosnuss. Neuere veröffentlichte Forschungsergebnisse lassen erkennen, dass natürliches Kokosfett als Bestandteil der Ernährung zu einer Normalisierung der Kör­perfettwerte führt, die Leber vor Alkoholschäden schützt und die entzündungshemmende Reaktion des Immunsystems verbessert. Die gesundheitsfördernden Funktionen der Fettsäuren aus Kokos­nüssen werden offenbar zunehmend erkannt. Aufgrund jüngster Berichte der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA, die eine Kennzeichnung der Transfettsäuren fordern, wird Kokosöl in eine wettbewerbsfähigere Position gehoben, was ihm zur Rückkehr in die Back- und Schnellimbiss-Industrie verhelfen kann, wo es seit jeher wegen seiner Funktionsvielfalt geschätzt wird. Jetzt kann es für eine weitere Eigenschaft Wertschätzung erlangen: die Verbesserung der menschlichen Gesundheit.

I. Die Vorteile von gesättigten Kokosöl-Fettsäuren

In meinem heutigen Vortrag möchte ich Sie auf den aktuellen Stand bringen, was die Neuentdeckung „funktioneller Lebensmittel“ als wichtige Bestandteile der Ernährung betrifft. Außerdem will ich die folgenden Themen ansprechen: die momentane Situation der Antihaltung gegenüber gesättigten Fettsäuren, den aktuellen Stand der Forschungen, die sich mit den gesundheitsfördernden Wirkungen gesättigter Fettsäuren im Vergleich zu den Wirkungen mehrfach ungesättigter Omega-6-Fettsäuren beschäftigt, sowie die gesund­heitsfördernden Wirkungen gesättigter Fettsäuren im Verhältnis zu den gefährlichen Wirkungen teilgehärteter Fette und Transfettsäuren. Ich werde Ihnen einen kur­zen Überblick geben über einige der überraschenden gesundheitlichen Vorteile der im Kokosöl enthaltenen Fettsäuren im Vergleich zu den ungesättigten Fettsäuren in den anderen Lebensmittelölen. Immer mehr zeigt sich der Nutzen der Inhaltsstoffe des Kokosöls; Laurin-und selbst Caprinsäure werden in wissenschaftlichen Artikeln zu Gesundheitsparametern immer öfter positiv erwähnt.

Okt
19
2007
0

Laurinsäure in Kokosnussöl (virgin coconut oil)

Kokosnussöl hat neben dem Effekt, dass es gut schmeckt und riecht auch noch sehr viele positive Eigenschaften, die durch viele Studien untermauert wurden, es ist ein gesundes Öl, das schmeckt. Eine seltene, aber dafür mal eine gute Kombination.

Seit Jahren wird von vielen Stellen propagandiert, dass Kokosnussöl schädlich ist. Angeblich sind dafür die Fette (und vor allem die Laurinsäure, welche eine gesättigte mittelkettige Fettsäure) verantwortlich, die den Cholesterinspiegel erhöhen. Diese Aussage wurde in den USA getroffen und dort von der Soja-Industrie, Grund hierfür war der stagnierende Absatz von Sojaprodukten.

Wenn man sich jedoch unabhängige Studien betrachtet sieht man sehr schnell, dass diese Aussagen so nicht stimmen. Richtig ist, dass die Inhaltsstoffe im Kokosnussöl das Cholesterin erhöhen, allerdings vor allem das HDL-Cholesterin und dies bezeichnet man auch als gutes Cholesterin. HDL transportiert Cholesterin von den Gefäßen zur Leber, schützt diese dadurch und beugt Arteriosklerose vor. Wie kann solch eine Fettsäure dann als schädlich dargestellt werden?

Übrigens enthält Kokosnussöl kein Cholesterin, so wie die anderen Pflanzenfette auch.

Muttermilch enthält übrigens auch Laurinsäure, hat man schon mal von irgendjemandem gehört, dass Muttermilch schädlich ist??? Die Laurinsäure wird in der weiblichen Brustdrüse gebildet und nicht in der Leber, wie die anderen gesättigten Fette. Muttermilch ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig, es unterstützt unter anderem das kindliche Immunsystem. Der Gehalt an Laurinsäure in der Muttermilch beträgt ca. 3 Prozent, dieser Anteil kann durch die Kokosnussöl auf bis zu 21% gesteigert werden.

In der Zwischenzeit gibt es Studien welche die Wirkung von Laurinsäure auf Lipid-Coated-Viruses (z.B. HIV und Herpes). Die Laurinsäure wird im menschlichen Organismus in Monolaurin umgewandelt, dies wirkt antiviral, antibakteriell und antiprotozual. Diese Forschungen werden vom Centre of Research on Lauric Oils, USA durchgeführt (www.lauric.org).

In den USA wird inzwischen genveränderter Raps angebaut, der einen höheren Anteil an Laurinsäure hat. Ende des letzten Jahrhunderts wurden ca. 50.000 Hektar mit diesem Raps angebaut.

Bedeutet dies ein Umdenken im Bezug auf Laurinsäure auch in Amerika?
Es wäre natürlich viel besser, wenn die Laurinsäure aus den Quellen genutzt wird, in denen diese natürlich vorkommt. Der Anbau von genveränderten Produkten kann nicht sinnvoll sein.

Der Absatz von Virgin Coconut Oil hat in den letzten Jahren in Amerika stark zugenommen, weil die Argumente der Kokosnussöl-Gegner entkräftet werden
konnten. In Deutschland sind wir leider noch nicht so weit, da andere Produkte/Hersteller noch eine größere Lobby haben als Kokosnussöl.

Wichtig ist jedoch, dass es sich bei dem Kokosnussöl um virgin coconut oil handelt, so wie es Cocovida produziert.

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